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Die Thematik bringt es mit sich, dass diese Website für manche Menschen ein hohes Triggerpotenzial enthält und generell sehr aufwühlend sein kann. 

Bitte achten Sie gut auf sich.

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Mitten in unserer vermeintlich sicheren und geschützten Gesellschaft werden täglich und teilweise über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg Kinder jeden Alters, Jugendliche, Frauen und Männer aus verschiedensten sozialen Schichten in sadistischer Weise missbraucht, misshandelt, ausgebeutet, gequält, gefoltert und nicht selten sogar ermordet. Ohne dass ihnen jemand hilft, ja sogar, ohne dass es Außenstehende merken - oder, wenn sie es merken, etwas dagegen unternehmen können. Die Täter stammen ebenfalls aus allen Kreisen der Gesellschaft, nicht selten auch aus höheren sozialen Schichten, und sie setzen alles daran, dass ihren Opfern gute Hilfe verwehrt bleibt, womit sie leider viel zu oft erfolgreich sind.

 

Die Emanuelstiftung engagiert sich für diese körperlich, aber vor allem auch seelisch zutiefst verletzten Menschen, die es irgendwie geschafft haben, all das Grauen zu überleben. Nun sind sie dringend auf mitmenschliche, juristische und therapeutische Unterstützung angewiesen, und sofern sie den Täterstrukturen noch nicht entkommen sind, auf tatkräftige Hilfe, die ihnen einen Neuanfang in Sicherheit ermöglicht.

 

Der Name der Stiftung soll dabei an einen ganz besonderen Jungen erinnern. Er steht stellvertretend für viele andere Mädchen und Jungen, denen die Chance zu überleben verwehrt blieb. Die Bilder von ihnen und ihrer brutalen Ermordung, die Erinnerungen an seelische wie körperliche Folter extremster Art sind tief in den Seelen der Überlebenden eingraviert.

 

Fast alle von ihnen leiden auch auf Dauer noch stark unter der erlittenen Gewalt, die oft einen Großteil ihres früheren Lebens bestimmt hat. Schlafstörungen und Albträume, heftige Flashbacks, Dissoziation, Panikattacken, unerträgliche Schmerzen, überwältigende Trauer, enorme Schuldgefühle, Selbsthass, Hoffnungslosigkeit und ein häufiges Leben am Rande des Suizids sind nur einige der Folgen, mit denen solche Menschen auch viele Jahre später noch zu kämpfen haben.


Wir möchten dazu beitragen, dass sie damit nicht alleine bleiben, dass Hoffnung greifbarer und Leid überwindbarer wird. Und dass Kinder wie Emanuel nicht vergessen werden.





Ich rede und ich singe, und wenn es sein muß, werd‘ ich schreien, damit unsre Kinder erfahren, wer sie war‘n.


Reinhard Mey, "Die Kinder von Izieu"

 





Allein sind wir mit diesen Anliegen zum Glück nicht. Es gab und gibt eine Vielzahl mutiger, entschlossener Menschen und auch einige Institutionen, die nicht tatenlos geblieben sind.

Dennoch: Es sind angesichts der Ungeheuerlichkeit dessen, was da täglich "mitten unter uns" geschieht, noch viel zu wenige. Auch denjenigen "Profis" und Privatleuten, die den Mut und die Kraft dazu aufbringen, Betroffenen zu helfen, möchte die Emanuelstiftung eine Stimme geben und sie bei Vernetzung, Fortbildung und Informationsaustausch unterstützen.

In dem Abschlussbericht der ersten Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufdeckung Sexuellen Kindesmissbrauchs, Frau Dr. Bergmann, wird rituelle Gewalt dementsprechend auch als ein vordringliches Forschungs- und Handlungsgebiet genannt, das stärker noch als sexueller Kindesmissbrauch generell gesellschaftlich tabuisiert wird.

Gründe dafür gibt es sicher einige - ein wichtiger mag wohl sein, dass man vielerorts schlicht nicht glauben kann oder will, dass es Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene gibt, die derart unfassbaren Verbrechen in unserer rechtsstaatlichen Gesellschaft schutzlos ausgesetzt sind.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich daran etwas ändert. Danke für Ihr Interesse!

 

 

Dr. Eva Lauer-v. Lüpke

Rechtsanwältin und Vorsitzende des Kuratoriums der Emanuelstiftung

 

 

 

 

 

 

 

 

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